
Dieses Glossar befindet sich in der Entstehungsphase. Ich füge regelmäßig neue Begriffe und Erläuterungen hinzu. Die Vorratsliste ist noch gut gefüllt, aber wenn Sie Vorschläge für Begriffe haben, die ich kurzfristig ergänzen soll, freue ich mich darüber natürlich. Gerne können Sie mir Ihre Vorschläge über das Kontaktformular zuschicken.
| AdSense / Google AdSense | Anzeigenprogramm von Google, bei dem auf Webseiten Werbeanzeigen platziert werden, die auf den Inhalt der jeweiligen Webseite abgestimmt sind. Die Anzeigen stammen aus dem AdWords-Programm von Google und werden auf Basis einer automatischen Inhaltsanalyse den Webseiten zugeordnet. Das klappt meistens ganz gut, kann aber auch nach hinten losgehen, wenn z.B. die Werbung für ein Urlaubsparadies neben einem aktuellen News-Artikel erscheint, in dem über eine Entführung an diesem Ort berichtet wird. Ständige Begleitung und Pflege einer Online-Kampagne sollte also immer gewährleistet sein. |
| AdWords / Google AdWords | Programm von Google, mit dem Kampagnen für das Suchmaschinenmarketing bei Google gestaltet werden können. Die auf diese Weise entworfenen Anzeigen werden bei Eingabe der zutreffenden Suchbegriffe in den für bezahlte Anzeigen vorgesehnen Bereichen oben und rechts auf den Suchergebnisseiten eingeblendet. Bezahlt wird für die Anzeigen nur, wenn tatsächlich jemand darauf klickt und somit auf die beworbene Homepage gelangt. Die Position der Anzeigen ergibt sich aus dem maximal für einen Klick gebotenen Preis und dem Qualitätsfaktor einer Anzeige. |
| Affiliate Programm | Dienstleistung, bei der zwischen Werbetreibenden (Affiliates) und Webseitebetreibern (Publisher) vermittelt wird. Die Affiliates stellen Werbemittel, z.B. Banner zur Verfügung, die die Publisher auf ihren Webseiten einblenden können. Der Affiliate zahlt dem Publisher hierfür eine Vergütung, wenn vorher festgelegte Ereignisse eintreten, z.B. ein Einkauf im Online-Shop des Affiliates, nachdem der Kunde über das Banner beim Publisher in den Shop geleitet wurde. |
| Banner / Werbebanner | Werbeanzeige auf einer Webseite. Übliche Formate sind Textanzeigen, (animierte) Grafiken sowie Flash-Dateien. Es gibt einige Standardgrößen (z.B. 468x60 Pixel), oft aber auch anbieterspezifische Sonderformen. |
| Click-Through / Click-Through-Ratio / Click-Through-Rate / CTR | Verhältnis zwischen der Anzahl der Anzeigen (Impressions) einer Werbung und der Anzahl der Klicks darauf. Wird ein Werbebanner 1.000 mal angezeigt und wird dabei 25 mal angeklickt, so hat es einen CTR-Wert von 2,5 %. |
| Conversion Rate / Konversionsrate | Verhältnis zwischen der Anzahl der Anzeigen (Impressions) einer Werbung und der Anzahl vorher definierter Aktionen (z.B. Kauf in einem Online-Shop, Bestellung eines Newsletters, Anmeldung in einem Portal). |
| Cost per Action / Cost per Aquisition (CPA) | Die Kosten einer Werbekampagne geteilt durch die Anzahl bestimmter Aktionen. Kostet eine Kampagne 10.000,- EUR und bringt 50 neue Kunden (Acquisitions), so liegt der CPA-Wert bei 200,- EUR. |
| Cost per Click (CPC) | Die Kosten einer Werbekampagne geteilt durch die Anzahl der Klicks auf die Anzeigen. Kostet eine Kampagne 10.000,- EUR und erhält 5.000 Klicks, so liegt der CPC-Wert bei 2,- EUR. |
| Cost per Impression (CPI) | Die Kosten einer Werbekampagne geteilt durch die Anzahl der Einblendungen (Impressions) der dazugehörigen Anzeigen. Kostet eine Kampagne 10.000,- EUR und erzielt 50.000 Impressions, so liegt der CPI-Wert bei 0,20 EUR. |
| Cost per Order (CPO) | Die Kosten einer Werbekampagne geteilt durch die Anzahl der dadurch ausgelösten Bestellungen (Orders). Kostet eine Kampagne 10.000,- EUR und bringt 500 Bestellungen, so liegt der CPO-Wert bei 20,- EUR. |
| Cost per Sale (CPS) | Identisch zu CPO mit dem feinen Unterschied, dass eine Bestellung theoretisch noch storniert werden kann, während der Verkauf (Sale) meist so definiert ist, dass der Vorgang komplett abgeschlossen ist. |
| Cost per Transaction (CPT) | Identisch zu Cost per Action (CPA), wobei die Aktion hier eben als Transaktion definiert ist. Bedeutet, dass etwas hin und her geht (z.B. Geld gegen Ware), während eine Aktion auch in nur einer Richtung funktioniert (Adressdaten weg ohne Gegenleistung). |
| Cost per View (CPV) | In der Praxis identisch zu Cost per Impression (CPI). Die semantische Unterscheidung ist allerdings nicht zu vernachlässigen, denn woher soll man wissen, ob eine Einblendung (Impression) auch tatsächlich angesehen wurde (View). Nicht ganz ernst gemeinter Tipp: Vereinbaren Sie eine Zahlung auf CPV-Basis und verlangen Sie dann einen Nachweis, dass die Besucher einer Webseite Ihre Anzeige auch gesehen haben. Sichern Sie sich vorher die Dienste eines fachlich versierten Anwalts. |
| Crawler | Ein Programm, das über die einzelnen Seite einer Webseite läuft (krabbelt = to crawl) und dabei die dort vorhandenen Informationen sammelt. Crawler sind teilweise auch besser bekannt als "Robots". Sie werden z.B. von Suchmaschinen verwendet, die die Daten in ihren gigantischen Datenbanken ablegen und möglichst geschickt indizieren, damit sie bei passenden Suchanfragen schnell angezeigt werden können. |
| Digitales Marketing | Genau wie bei "Online Marketing" handelt es sich hierbei auch um einen Sammelbegriff für alle möglichen Spielarten des Marketing im Internet. In Ermangelung einer DIN-Norm kann also jeder selbst entscheiden, ob er darunter eher E-Mail-, Affiliate-, Mobile- oder sonst eine Art von Marketing verstehen will - oder eben alles zusammen. Hilfreich, oder? |
| E-Mail-Marketing | Ärgern Sie sich auch gelegentlich über die vielen Newsletter und Werbemails in Ihrem Postfach, von denen Sie gar nicht (mehr) wissen, wieso Sie diese eigentlich erhalten? Genau, das ist E-Mail-Marketing, allerdings eher in seiner negativen Ausprägung. Gutes E-Mail-Marketing zeichnet sich dadurch aus, dass Sie sich eher fragen, wann es denn endlich mal wieder etwas Neues von der Firma XY gibt, und dass Sie die Mail dann noch vor derjenigen von Ihrem Chef mit der hohen Priorität lesen. |
| Geo-Marketing | Eine Zielgruppe kann z.B. durch ihr Alter oder ihre Interessen gekennzeichnet sein - oder durch eine geographische Angabe wie den Wohnsitz oder den Arbeitsplatz. Kampagnen, die anhand dieses Kriteriums durchgeführt werden, fallen unter den Begriff "Geo-Marketing". Im Internet ist Ihnen vielleicht schon einmal aufgefallen, dass Sie zwar auf einer englischen Webseite sind, dort aber trotzdem deutschsprachige Werbung sehen; das ist eine mögliche Spielart von Geo-Marketing, bei der versucht wird, die Besucher der Webseite entweder anhand ihrer IP-Adresse oder der Spracheinstellungen im Browser zu verorten. Herausforderungen ergeben sich dann, wenn der deutsche Mitarbeiter einer französischen Firma auf Geschäftsreise in England ist und von dort auf eine niederländische Webseite zugreift - ich empfehle Babelfish. |
| Google Advertising Professional (GAP) | Offizielle Qualifikation durch Google für Anbieter von Suchmaschinenmarketing, auch genannt "die Lizenz zum Anzeigenschalten". Um diese zu erhalten, muss man einen Google Account haben, über den regelmäßig Kampagnen in einer bestimmten finanziellen Höhe abgewickelt werden, sowie einen 90-minütigen Online-Test bestehen. Die Qualifizierung muss einmal jährlich erneuert werden. Wird sowohl an Firmen (AdWords Qualified Company) als auch an Einzelpersonen (AdWords Qualified Individual) vergeben. |
| Hits | Zahl der Anfragen, die eine Webseite "treffen". Wenig aussagekräftige Größe, da eine Webseite sich aus Dutzenden bis Hunderten einzelner Elemente zusammensetzen kann (z.B. Bilder), für die jeweils ein "Hit" in der Statistik festgehalten wird. Für die Messung der Beliebtheit einer Seite also nicht wirklich der Hit. Signifikanter sind "Page Views" (Aufrufe einer kompletten Seite) und neuerdings am ehesten wieder "Visits" (Anzahl der Besuche). |
| Impression / Ad Impression | Gibt die Anzahl der Berührungspunkte zwischen Werbemitteln und Konsumenten an, z.B. wie oft ein Werbebanner eingeblendet wurde. Kann bei entsprechenden Preismodellen (TKP) Grundlage für die Berechnung der Werbekosten sein. Lässt allerdings keine Rückschlüsse darauf zu, ob die Empfänger der Werbebotschaft von dieser auch "deeply impressed" waren. |
| Keyword | Um die "Schlüsselwörter" dreht sich alles beim Online Marketing. Jeder Betreiber einer Webseite möchte, dass seine Seite bei bestimmten Wörtern oder Wortkombinationen in den Suchmaschinen weit oben gelistet wird. Das sind die Keywords. Folglich ist das Ziel, sowohl SEO- als auch SEM-Maßnahmen auf diese Begriffe abzustimmen. Während die reine Optimierung eher eine handwerkliche Tätigkeit ist, liegt die eigentliche Herausforderung darin, die richtigen Keywords zu identifizieren. Bei SEM zusätzlich noch darin, diejenigen Begriffe zu finden, bei denen die Anzeigen nicht geschaltet werden sollen. |
| Klickrate | siehe Click-Through (CTR) |
| Landing Page | Wenn sich die Besucher Ihrer Webseite öfters fragen: "Oh je, wo bin ich denn hier gelandet?", dann sollten Sie schleunigst etwas an Ihren Landing Pages tun. Nicht jeder möchte sich von der Startseite aus durch alle Stufen Ihrer Navigation durchklicken, bis er zu der eigentlich gesuchten Information kommt. Wenn Sie also Besucher über Banner, SEM-Kampagnen oder anderweitig auf Ihre Homepage locken, dann tunlichst immer direkt auf eine Seite, die unmittelbar mit dem beworbenen Inhalt zu tun hat. Sonst nehmen die Nutzer beim Klicken kräftig Schwung und fliegen zur nächsten Seite weiter. |
| Linkbuilding | Dahinter verbergen sich alle Aktivitäten, die dazu führen, dass die Betreiber anderer Webseiten einen Link auf Ihre Homepage setzen. Das können diese tun, weil sie Sie nett finden, weil Sie ihnen Geld dafür geben oder - im Idealfall - weil sie der Inhalt Ihrer Seite überzeugt. Je mehr qualitiativ gute Links eine Webseite von anderen Seiten erhält, desto höher wird sie bei den Suchmaschinen gelistet. In diesem Bereich wird gelegentlich mal Schindluder betrieben, indem künstliche Linkfarmen erzeugt werden, die dann (zumeist gegen teures Geld) fleißig Links auf andere Webseiten setzen. Glücklicherweise können die Suchmaschinen immer besser herausfiltern, welche Links wirklich als Verweis bzw. Empfehlung für eine andere Homepage gemeint sind. |
| Linkpopularität | Ist eng mit dem Linkbuilding verknüpft. Je mehr Links auf Ihre Seite verweisen, desto populärer ist diese. Logisch. Damit es nicht ganz so einfach ist, wird außerdem berücksichtigt, von welchen Seiten die Links kommen: Passen diese thematisch (das ist gut), sind sie selber beliebt/bekannt (das ist noch besser), stammen sie aus einem Blog-Kommentar oder Gästebuch (das ist nicht ganz so toll) usw. |
| Meta Tags | Meta Tags sind Angaben im HTML-Quellcode einer Webseite, die z.B. den Inhalt der Seite durch Stichworte (Keywords) oder eine kurze Zusammenfassung (Description) beschreiben. Von den Suchmaschinen werden diese beiden Tags wohl kaum noch zur Bewertung einer Seite eingesetzt, da man dort hinschreiben kann, was man will, auch wenn es nichts mit der Seite zu tun hat. |
| Mobile Marketing | Immer mehr Menschen greifen über mobile Geräte (z.B. das iPhone) auf das Internet zu. Folglich gibt es auch von immer mehr Webseiten speziell angepasste Versionen, die auch auf dem Handy gut zu lesen und zu bedienen sind. Durch die viel kleineren Displays bleibt natürlich weniger Platz für Werbung. Mobile Marketing kann man daher auch als die hohe Kunst bezeichnen, Menschen, die weniger Zeit (unterwegs) und weniger Platz (kleine Displays) haben, trotzdem auf die gewünschten Angebote aufmerksam zu machen. |
| Offpage | Um eine Webseite bei den Suchmaschinen weit oben zu platzieren, gibt es neben den Maßnahmen, die man direkt an der Seite durchführen kann (Onpage) auch viele Dinge, die sich "um die Seite herum" (also offpage) optimieren lassen. Hierzu zählen z.B. das Linkbuilding sowie sämtliche Marketing-Aktivitäten (AdWords-Anzeigen, Social Media Marketing, ...). Je mehr über eine Webseite "gesprochen" wird, desto höher wird sie von Google und Co. bewertet. |
| Online Reputation Management (ORM) | "Alter Wein in neuen Schläuchen", wie viele sagen. Das ist nicht falsch, denn auch beim ORM geht es darum, die eigene Webseite weit oben in den Suchmaschinen zu platzieren. Aber eben nicht nur die, sondern generell soll im Internet ein durchweg positives Image eines Unternehmens / einer Organisation entstehen. Nichts ist schlimmer, als negative Artikel oder Blog-Beiträge, die bei der Suche nach dem eigenen Namen an prominenter Stelle erscheinen. Durch gezieltes Online Reputation Management kann es gelingen, diese missliebigen Stimmen so weit nach hinten in den Trefferlisten zu drängen, dass sie nicht mehr sofort ins Auge fallen. Um dies zu erreichen, sollte die gesamte Online-Marketing-Klaviatur zum Einsatz kommen: Fotos, Videos, Blogs, Twitter, Facebook, lokale Suchen, ... |
| Onpage | Die Onpage-Maßnahmen bei der Suchmaschinenoptimierung beziehen sich auf die inhaltliche und technische Gestaltung einer Webseite. Sehr wichtig ist der richtige Content mit den passenden Keywords (auf die Dosierung kommt es an), aber auch die (Zwischen-)Überschriften, die Seitentitel und weitere Faktoren spielen eine Rolle. Dabei kommt es nicht nur auf den Text an, auch die verwendeten Bilder und Grafiken lassen sich hinsichtlich der Lesbarkeit für Crawler und ihrer inhaltlichen Auszeichnung optimieren. Aber auch die Crawler der Suchmaschinen selber müssen mit einer Seite zurecht kommen, d.h. sie sollte den HTML- und CSS-Standards entsprechen. |
| Page Impression (PI) / Page View | Wann immer Sie sich eine Webseite anschauen, erzeugen Sie damit eine Page Impression. Klicken Sie auf einen Link, der Sie zu einer weiteren Seite bringt, ist das die nächste PI. Ich denke, Sie haben das Konzept verstanden. ;-) Übersetzen kann man den Begriff am ehesten wohl mit "Seitenabruf" oder "-aufruf". |
| Page Rank | Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Google-Welt und bezeichnet die von Google anhand einer sicherlich komplizierten Formal errechnete "Relevanz" einer Webseite. Je höher der Page Rank, desto besser. Mittlerweile hat Google die Wichtigkeit dieses Faktors aber deutlich herabgestuft, bzw. nutzt ihn angeblich gar nicht mehr. Dafür ist im allgemeinen Sprachgebrauch jetzt häufig vom Page Rank die Rede, wenn es darum geht, an welcher Stelle eine Homepage in den Ergebnislisten der Suchmaschinen auftaucht (Ranking). |
| Performance Marketing | Man redet dann von Performance Marketing, wenn sich die Leistung (Performance) einer Kampagne zum einen messen lässt, und sich auch der Preis danach richtet. Klassisches Beispiel ist die CPC-Kampagne (z.B. bei Google AdWords), bei der nur bezahlt wird, wenn auch tatsächlich jemand auf eine Anzeige geklickt hat. |
| Permission Marketing | Marketing, dass die Einwilligung (Permission) des Umworbenen voraussetzt. Bei Newslettern also die vorherige ausdrückliche Zustimmung, dass man als Kunde damit einverstanden ist, von einem Anbieter (regelmäßig) mit Werbung/Informationen per E-Mail versorgt zu werden. Erspart viel Ärger auf allen Seiten. |
